Kinder und Jugendliche im Fokus

In letz­ter Zeit wurde viel berich­tet über wirt­schaft­li­che und poli­ti­sche Aus­wir­kun­gen der pro­zen­tua­len Zunahme der älte­ren Gene­ra­tio­nen an unse­rer Gesamt­be­völ­ke­rung. Einer­seits berei­ten die Finan­zier­bar­keit von Alters­vor­sorge und Pfle­ge­be­darf grosse Sor­gen.

Gol­den Agers

Ande­rer­seits ist es auch ein Segen, dass Pen­sio­nierte durch­schnitt­lich immer mehr Jahre in guter gesund­heit­li­cher und geis­ti­ger Ver­fas­sung ver­brin­gen kön­nen. Viele der älte­ren Semes­ter leis­ten sehr wert­volle Dienste, indem sie ihren Wissens- und Erfah­rungs­schatz für Freiwilligen- und ehren­amt­li­che Arbeit ein­set­zen.

Die Wirt­schaft pro­fi­tiert zudem von der gegen­über frü­her gestie­ge­nen Kauf­kraft der «Gol­den Agers» und nimmt sie wer­be­mäs­sig ins Visier. Auch am ande­ren Ende der Alters­skala inves­tie­ren Fir­men ihr Wer­be­geld gewinn­brin­gend. Dabei den­ken Sie wohl spon­tan an die ver­gan­ge­nen Weih­nachts­tage und daran, wel­che Geschenk­be­dürf­nisse befrie­digt oder je nach­dem vorab bewusst gene­riert wur­den.

Youngs­ters

Doch auch durchs ganze Jahr ste­hen Kin­der und Jugend­li­che bei eini­gen Bran­chen im Fokus. Ist Ihnen zum Bei­spiel bewusst, dass Jugend­li­che in der Schweiz an einem ein­zi­gen Sams­tag 68 Mal mit tabak­freund­li­chen Rei­zen berie­selt wer­den? Wis­sen­schaft­li­che Stu­dien bele­gen: Je mehr Tabak­wer­bung Kin­der und Jugend­li­che aus­ge­setzt sind, desto eher begin­nen sie zu rau­chen. Genau dar­auf zielt die Tabak­in­dus­trie. Sie bewirbt die beson­ders wer­be­emp­fäng­li­chen Min­der­jäh­ri­gen mas­siv, um sie mög­lichst früh vom Niko­tin abhän­gig zu machen. So wer­den sie zu Rau­chen­den und Kran­ken von mor­gen. Rund 32 Pro­zent der Jugend­li­chen zwi­schen 15 und 25 Jah­ren rau­chen täg­lich oder gele­gent­lich. Damit liegt diese Alters­gruppe über dem Schnitt der Gesamt­be­völ­ke­rung.

Volks­in­itia­tive «Kin­der ohne Tabak»

Mehr als die Hälfte der rau­chen­den Bevöl­ke­rung hat vor dem 18. Lebens­jahr begon­nen, regel­mäs­sig zu rau­chen. Erfah­run­gen aus ande­ren Län­dern zei­gen, dass Ein­schrän­kun­gen der Tabak­wer­bung erfolg­reich dafür sor­gen, dass Jugend­li­che weni­ger rau­chen. Hier setzt die Volks­in­itia­tive «Kin­der ohne Tabak» an. Sie for­dert ein Ver­bot für jeg­li­che Art von Wer­bung für Tabak­pro­dukte, die Kin­der und Jugend­li­che erreicht. Sie sol­len vor dem früh­zei­ti­gen Ein­stieg ins Rau­chen und mas­si­ven gesund­heit­li­chen Schä­den geschützt wer­den.

Neues Tabak­pro­duk­te­ge­setz ver­hin­dert keine Wer­bung auf Social Media oder Gra­tis­zei­tun­gen

In Reak­tion auf die ein­ge­reichte Initia­tive hat das eid­ge­nös­si­sche Par­la­ment in der Herbst­ses­sion das Tabak­pro­duk­te­ge­setz ver­ab­schie­det. Die­ses regelt unter ande­rem Wer­be­ver­bote, die spe­zi­fisch auf Min­der­jäh­rige abzie­len, oder Beschrif­tungs­vor­ga­ben auf Tabak­pro­duk­ten, um vor Gesund­heits­schä­den zu war­nen. Wer­bung in Gra­tis­zei­tun­gen, an Kios­ken, im Inter­net, auf Social-Media-Plattformen sowie an Fes­ti­vals bleibt lei­der wei­ter­hin erlaubt. Genau dort sind beson­ders viele Jugend­li­che unter­wegs. Somit ist das Pro­blem mit dem neuen Tabak­pro­duk­te­ge­setz lei­der nicht gelöst. Das Initia­tiv­ko­mi­tee hält daher an der Initia­tive fest. Am 13. Februar stim­men wir dar­über ab.

Hel­fen auch Sie, die Jugend­li­chen mit einem Tabak­wer­be­ver­bot zu schüt­zen und legen Sie ein Ja zur Initia­tive «Kin­der ohne Tabak» ein.