"Landrat - mittendrin" in der ObZ

​​​​​​​Kost­ba­res Was­ser

Geschätzte Lese­rin­nen und Leser

Bei zwölf Vor­la­gen war sich der Land­rat einig. Nebst Jah­res­be­rich­ten betra­fen dies u.a. die Bewil­li­gun­gen von Kre­di­ten für ein Misch­was­ser­be­cken in Böck­ten (über CHF 7 Mio.), ver­teilt über die nächs­ten vier Jahre Instand­set­zun­gen und Kor­rek­tio­nen der Kan­tons­stras­sen (CHF 116 Mio.) sowie den Unter­halt (fast CHF 55 Mio.) und über CHF 9 Mio. für Pro­jek­tie­run­gen und Schul­raum­pro­vi­so­rien für die Sekun­dar­schule All­schwil.

Kom­pli­zier­ter ver­lief die zweite Lesung zum Ombuds­ge­setz. Als Ersatz für einen auf einen in ers­ter Lesung aus dem Gesetz ent­fern­ten Para­gra­phen kam die SVP unvor­an­ge­kün­digt mit einem Ersatz­vor­schlag. Die­ser war unaus­ge­go­ren und Dis­kus­sio­nen dar­über einer zwei­ten Lesung unwür­dig. Daher unter­stützte ich, sowie eine grosse Mehr­heit, für eine sau­bere Bera­tung die Rück­wei­sung des Geschäf­tes.  

Das wich­tige Gut Was­ser

Nebst schon erwähn­tem Misch­was­ser­be­cken behan­del­ten zwei wei­tere Trak­tan­den das wich­tige Gut Was­ser. Beim Gesetz über die Nut­zung und den Schutz des Grund­was­sers ging es um Anpas­sun­gen von Grund­was­ser­schutz­zo­nen an die vor 22 Jah­ren auf Bun­des­ebene geän­der­ten Regeln. Diese stos­sen auf Gemein­de­ebene viel­fach auf Wider­stände. Der Kan­ton wollte die Mög­lich­keit zur Pro­zess­be­schleu­ni­gung erhal­ten. Nach­dem sich zeigte, dass Anpas­sun­gen der Vor­lage chan­cen­los waren und Regie­rungs­rat Reber bekräf­tigte, der Kan­ton greife nur dort ein, wo gar kein Bemü­hen fest­zu­stel­len sei, kam das Gesetz schliess­lich ohne Gegen­stim­men durch. Ebenso nach lan­ger Dis­kus­sion kam auch der Pro­jek­tie­rungs­kre­dit zur Erwei­te­rung der Abwas­ser­an­lage (ARA) in Füll­ins­dorf und der damit ver­bun­de­nen Auf­he­bun­gen der ARAs in Nie­der­dorf und Buben­dorf mit gros­sem Mehr zustande.

Ehe- und Fami­ien­be­ra­tungs­stelle

Über den Mit­tag fand eine Ver­an­stal­tung der Lan­des­kir­chen statt. Etwa alle zwei Jahre stel­len diese einen Teil­be­reich ihrer Arbeit für die Gesamt­ge­sell­schaft vor. Nach­dem sie letz­tes Mal über die Not­fall­seel­sorge berich­te­ten, erhiel­ten wir nun Ein­bli­cke in die wert­volle und aktu­ell sehr stark nach­ge­frag­ten Ehe- und Fami­li­en­be­ra­tungs­stel­len.

Rück­tritt Sara Fritz nach 12 Jah­ren

Zu Beginn der Sit­zung ver­las Land­rats­prä­si­den­tin Stei­ne­mann den Rück­tritt von Par­tei­kol­le­gin Sara Fritz. Die 36-jährige wird den Land­rat nach zwölf Jah­ren ver­las­sen. Das bedaure ich sehr, denn ich schätze ihren Weit­blick, ihre effi­zi­ente und wer­teo­ri­en­tierte Arbeit sehr. Mit ihrem Aus­tritt werde ich sie dann mit mei­nen sechs Jah­ren Land­rat­s­tä­tig­keit in der Rolle als jüngste und zugleich amts­äl­teste im EVP-Landratsteam beer­ben. Doch noch blei­ben uns erfreu­li­cher­weise drei Sit­zun­gen mit ihr.   

Andrea Heger, Land­rä­tin EVP, Höl­stein