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Landrat mittendrin mit Andrea Heger

"Land­rat - mit­ten­drin" in der ObZ

Platz­kon­zert lässt Sit­zung plat­zen

Geschätzte Lese­rin­nen und Leser

Im Mor­gen­teil die­ser Sit­zung besuch­ten uns das Rats­büro des Kan­tons Appen­zell Aus­ser­rho­den sowie Eli­sa­beth Augst­bur­ger, EVP. Als Alt­land­rats­prä­si­den­tin holte sie die Dele­ga­tion vom Bahn­hof ab, führte durch das Regie­rungs­ge­bäude und beglei­tete sie durch den Tag. Das Mit­tag­es­sen genos­sen die Gäste mit der gesam­ten Riege unse­rer aktu­el­len Land­rats­spitze. Am Nach­mit­tag besich­tig­ten die Gäste u.a. die Uhren­fa­brik Oris in Höl­stein.

Der Land­rat ver­ab­schie­dete ein­stim­mig eine von der CVP/BDP-Fraktion ein­ge­reichte Stan­des­in­itia­tive zu Han­den der eid­ge­nös­si­schen Räte. Wir for­dern eine kos­ten­de­ckende Finan­zie­rung des Universitäts-Kinderspital bei­der Basel (UKBB). Seit Jah­ren kämpfen das UKBB, sowie die bei­den ande­ren eigenständigen Kinderspitäler in Zürich und der Ost­schweiz um kos­ten­de­ckende und sach­ge­rechte Tarif­struk­tu­ren bei ambu­lan­ter und stationärer Behand­lung. Die Kinderspitäler fah­ren trotz nach­ge­wie­se­ner Effi­zi­enz auf­grund der ste­tig sin­ken­den Tarife Ver­luste im stationären Bereich ein. Bei ambu­lan­ten Behand­lun­gen ist der Tarif (TAR­MED) für die Kin­der­me­di­zin nicht kos­ten­de­ckend und ver­schlech­terte sich durch den vom Bun­des­rat ver­ord­ne­ten Tarif­ein­griff auf den 1.1.2018 noch­mals. Der Deckungs­grad sinkt im ambu­lan­ten Bereich im UKBB von 78 auf 68 Pro­zent. Die Finanzierungslücke im ambu­lan­ten Bereich müs­sen die Trä­ger­kan­tone decken.

Einig war sich der Land­rat ebenso, meine Motion „Rah­men­be­din­gun­gen zur struk­tu­rel­len kirch­li­chen Ent­wick­lung ver­ein­fa­chen“ zu über­wei­sen. Gemäss gel­ten­dem kan­to­na­len Kir­chen­ge­setz von 1950 müs­sen alle Lan­des­kir­chen – das sind bei uns die röm. katho­li­sche, die evangelisch-reformierte sowie die christ­ka­tho­li­sche – in ihren jewei­li­gen Ver­fas­sun­gen alle Kirch­ge­mein­den auf­füh­ren. Eine Zusam­men­le­gung oder Tren­nung der­sel­ben kann somit nur auf dem Weg einer Verfassungsänderung vor­ge­nom­men wer­den. Das ist ein sehr auf­wän­di­ger und für die Ent­wick­lung der Kirch­ge­mein­den hin­der­li­cher Pro­zess. Einige Struk­tu­ren ent­spre­chen nicht mehr den heu­ti­gen Bedürfnissen. Kirch­ge­mein­den wol­len sich ver­mehrt in Verbünden orga­ni­sie­ren oder fusio­nie­ren. Doch der aufwändige und kost­spie­lige Weg über eine Verfassungsänderung ist ein gros­ses Hin­der­nis. Daher ist die gefor­derte Auf­he­bung der Einschränkung von hohem Nut­zen.

Unei­nig waren wir uns über das Sit­zungs­ende. Knapp kam ein Spon­tan­an­trag durch. Die­ser liess die letzte Sit­zungs­tunde plat­zen, damit der Land­rat ein Platz­kon­zert der Armee besu­chen konnte.

Andrea Heger, Land­rä­tin EVP, Höl­stein