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Medienmitteilung über unnötige und kontraproduktive Mieterverbandsinitiative

Die Basel­bie­ter BDP, CVP, EVP, FDP, glp und SVP leh­nen die unnö­tige und kon­tra­pro­duk­tive Mie­ter­ver­band­sin­itia­tive mit Über­zeu­gung ab 

Wie der Bun­des­rat und das natio­nale Par­la­ment äus­sern sich auch die Basel­bie­ter Kan­to­nal­par­teien BDP, CVP, EVP, FDP, glp und SVP deut­lich gegen die Mie­ter­ver­band­sin­itia­tive und unter­stüt­zen das Komi­tee

«Nein zur Mie­ter­ver­band­sin­itia­tive».

Alle sechs Kan­to­nal­par­teien sind über­zeugt, dass die Ein­füh­rung einer lan­des­wei­ten 10 Prozent-Quote für gemein­nüt­zige Woh­nun­gen bei allen Neu­bau­ten zu starr und nicht ziel­füh­rend ist. Eine Quo­ten­re­ge­lung führt laut den Basel­bie­ter Par­tei­ex­po­nen­ten in allen Kan­to­nen und so auch im Basel­biet dazu, dass die Kan­tons­ver­wal­tung die natio­na­len Vor­ga­ben auf die Gemein­den zu ver­tei­len hätte.

  • Marc Bürgi, Prä­si­dent der BDP BL, ist über­zeugt, dass durch die starre Vor­gabe Gemein­den dazu gezwun­gen wür­den, in Wohn­raum zu inves­tie­ren, der dem tat­säch­li­chen loka­len Bedarf wider­spre­chen würde: «Eine Quote muss auch erfüllt wer­den, wenn gar keine Nach­frage nach Woh­nun­gen gemein­nüt­zi­ger Bau­trä­ger besteht. Um die Umset­zung der Quote und die Ein­hal­tung der neuen Rege­lun­gen zu über­wa­chen, müsste zudem ein büro­kra­ti­scher Kon­trol­lap­pa­rat auf­ge­baut wer­den. Dies führt dazu, dass Bau­be­wil­li­gun­gen noch kom­pli­zier­ter und Bau­pro­jekte ver­zö­gert wer­den.»
  • Sil­vio Fareri, Prä­si­dent der CVP BL, ergänzt: «Ein Anteil von 10 Pro­zent an neu erstell­ten Woh­nun­gen für den gemein­nüt­zi­gen Woh­nungs­bau bedeu­tet min­des­tens eine Ver­drei­fa­chung im Ver­gleich zu heute. Der Bun­des­rat schätzt die Mehr­kos­ten dafür auf 120 Mil­lio­nen Fran­ken pro Jahr – ohne Ein­rech­nung der Kos­ten für die zu schaf­fen­den Kon­troll­or­gane von Bund und Kan­to­nen, wel­che zusätz­lich durch die Steu­er­zah­len­den finan­ziert wer­den müss­ten.»  
  • Der Bund för­dert den gemein­nüt­zi­gen Woh­nungs­bau laut Mar­tin Gei­ser, Prä­si­dent der EVP BL, bereits heute mit jähr­lich über 500 Mil­lio­nen Fran­ken: «Bei einer Ableh­nung der Initia­tive wird der gemein­nüt­zige Woh­nungs­bau zusätz­lich geför­dert. Das natio­nale Par­la­ment hat beschlos­sen, dass der Bund bei einer Ableh­nung der Initia­tive in den nächs­ten zehn Jah­ren eine Vier­tel­mil­li­arde Fran­ken in gemein­nüt­zige Woh­nun­gen inves­tie­ren wird.»
  • Sas­kia Schen­ker, Prä­si­den­tin der FDP BL, ist über­zeugt, dass die Unter­stüt­zung auf Bun­des­ebene umfas­send genug ist: «In unse­rem föde­ra­lis­ti­schen Land ist es die Auf­gabe der Kan­tone und der Gemein­den wei­tere Mass­nah­men zu ergrei­fen, denn nur sie ken­nen die regio­nal sehr unter­schied­li­che Situa­tion im Woh­nungs­markt. Wir wol­len keine am Bedarf vor­bei geplan­ten lee­ren Geis­ter­über­bau­un­gen, so wie wir dies von gewis­sen zen­tra­lis­tisch orga­ni­sier­ten Län­dern ken­nen.»  
  • Tho­mas Tri­bel­horn, Prä­si­dent der glp BL, stört sich auch an den nega­ti­ven Fol­gen der Initia­tive auf die drin­gend not­wen­di­gen Fort­schritte in der Umwelt- und Kli­ma­po­li­tik: «Ver­mie­ter, die ihre Häu­ser mit von der öffent­li­chen Hand sub­ven­tio­nier­ten Pro­gram­men ener­ge­tisch sanie­ren, dür­fen bei einer Annahme der Initia­tive die Mie­ten nicht mehr erhö­hen. Und dies obwohl eine ener­ge­ti­sche Sanie­rung deut­lich mehr kos­tet als die erhal­te­nen Sub­ven­tio­nen. Das bedeu­tet, dass vie­ler­orts nicht mehr in drin­gend not­wen­dige ener­ge­ti­sche Sanie­run­gen inves­tiert wird. In Anbe­tracht des Kli­ma­wan­dels ist dies ein Rück­schritt, wenn man bedenkt, dass die Gebäude für einen Vier­tel der CO2 Emis­sio­nen der Schweiz ver­ant­wort­lich sind.»   
  • Gegen die Initia­tive spricht laut Domi­nik Straumann, Prä­si­dent der SVP BL, auch ganz ein­fach der aktu­elle Stand an Leer­woh­nun­gen in der Schweiz: «Noch nie stan­den in den letz­ten 20 Jah­ren so viele Woh­nun­gen leer wie heute. Das Bun­des­amt für Sta­tis­tik weist per 1. Juni 2019 schweiz­weit 75’323 leer­ste­hende Woh­nun­gen aus. Ver­gli­chen mit dem Vor­jahr hat die Anzahl Leer­woh­nun­gen um mehr als 3’000 zuge­nom­men». 

 
Kon­takt 
Marc Bürgi, Prä­si­dent BDP BL, 079 750 67 62 
Sil­vio Fareri, Prä­si­dent CVP BL, 079 742 06 82 
Mar­tin Gei­ser, Prä­si­dent EVP BL, 079 266 89 11 
Sas­kia Schen­ker, Prä­si­den­tin FDP BL, 079 212 78 65 
Tho­mas Tri­bel­horn, Prä­si­dent glp BL, 079 752 96 15 
Domi­nik Straumann, Prä­si­dent SVP BL, 079 654 08 80