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Volles Haus und viele Fragen zum Vorsorgeauftrag

Volles Haus beim Infoabend über Vorsorgeauftrag und Patientenverfügung

Referentinnen Simone Buser und Charlotte Gaugler mit EVP-Sektionspräsidentin Andrea Heger

Ver­gan­ge­nen Frei­tag luden die Ober­ba­sel­bie­ter EVP-Sektionen Gel­ter­kin­den, Siss­ach und Wal­den­burg zu einem auf­schluss­rei­chen Infor­ma­ti­ons­abend über Vor­sor­ge­auf­trag und Pati­en­ten­ver­fü­gung ins Kirch­ge­mein­de­haus «Sun­ne­wir­bel» nach Höl­stein.

Die Orga­ni­sa­to­ren tra­fen mit die­sem Thema den Nerv der Zeit. Die ers­ten Gäste erschie­nen bereits über eine halbe Stunde im Vor­aus, um sich einen Platz zu sichern und am Ende füll­ten mehr als hun­dert Per­so­nen den Saal. Die Frage, wer für mich spricht, wenn ich es selbst nicht mehr kann, betrifft Jede und Jeden. Äus­se­run­gen aus dem Publi­kum ver­deut­lich­ten dies.

Unfall und Krank­heit kön­nen bei Men­schen jeden Alters unver­hofft zur Urteil­s­un­fä­hig­keit füh­ren. Die Gäste woll­ten sich recht­zei­tig mit heik­len Fra­ge­stel­lun­gen aus­ein­an­der­set­zen, um poten­ti­elle Kon­flikt­si­tua­tio­nen früh­zei­tig erken­nen und klä­ren zu kön­nen. Nota­rin Simone Buser zeigte die aktu­el­len recht­li­chen Bestim­mun­gen auf. Char­lotte Gaug­ler ergänzte den Theo­rieblock mit Bei­spie­len aus dem All­tag.

Als Gemein­de­rä­tin mit Ein­sitz im Spruch­kör­per der Kinder- und Erwach­se­nen­schutz­be­hörde (KESB) und als Pfle­ge­fach­frau konnte sie dies­be­züg­lich aus dem Vol­len schöp­fen. Klar wurde, dass bei einer Unmün­dig­keit in jedem Fall die KESB invol­viert ist. Sie muss für die Wah­rung der Rechte der betrof­fe­nen Per­son sor­gen.

Sie klärt ab, ob die Unmün­dig­keit erwie­sen ist und wer künf­tig die Per­so­nen­sorge, Ver­mö­gens­sorge und Ver­tre­tung im Rechts­ver­kehr wahr­nimmt. Die ver­schie­de­nen Berei­che kön­nen durch eine oder ver­schie­dene Per­so­nen abge­deckt wer­den. Besteht kein Vor­sor­ge­auf­trag, bestimmt die KESB geeig­nete Per­so­nen.

Will man dies nicht, muss man einen recht­lich gül­ti­gen Vor­sor­ge­auf­trag erstel­len. Ebenso wurde emp­foh­len - sepa­rat oder in den Vor­sor­ge­auf­trag inte­griert - eine Pati­en­ten­ver­fü­gung auf­zu­set­zen. Beim anschlies­sen­den Apéro wur­den ver­tie­fende Gesprä­che geführt. Die grosse Gäs­te­schar trat mit kon­kre­ten Alltags- und Rechts­tipps und den bes­ten Segens­wün­schen für ihr wei­te­res Leben den Heim­weg an.

Andrea Heger, Prä­si­den­tin EVP Sek­tion Wal­den­burg